Titel der Seite

25.04.2018

Eindrucksvolle Reproduktion der Bernwardsäule wird erstmals seit 1934 wieder komplett aufgebaut präsentiert

Sonderausstellung im Dommuseum widmet sich der Bernwardsäule


Um 5.30 Uhr wurde der Gipsabguss der Bernwardsäule aus den Staatlichen Museen zu Berlin mit einem Spezialtransport auf den Weg ins Hildesheimer Dommuseum gebracht. Diese eindrucksvolle Reproduktion ist wichtiger Bestandteil der Sonderausstellung "Transfer Bernwardsäule".

Die Bernwardsäule ist eines der bekanntesten Kunstwerke im Hildesheimer Dom und zählt zu den bedeutendsten Plastiken des Mittelalters. Aus diesem Grund wurde sie mit dem Einsetzen der historischen und kunsthistorischen Forschung oftmals zum Gegenstand von Untersuchungen und eine Vielzahl von Bildern entstanden. In der Sonderausstellung sind neben dem Berliner Gipsabguss Buchillustrationen, Fotografien und Postkarten zu sehen. Unter anderem wartet auch ein Original-Museumsführer darauf, intensiv betrachtet zu werden. Ein Aspekt der Ausstellung ist es, die Dimension des damals eigens für den Gipsabguss eingerichteten Raumes im Neuen Museum - das sogenannte Bernward-Zimmer - zu zeigen. Erstmals seit 1934 kann der Gipsabguss, der der älteste, aus dem Jahre 1853 erhaltene Gipsabguss ist, wieder komplett aufgebaut präsentiert werden - in vier Stücken. In Berlin waren nur drei Stücke aufgebaut zu sehen und eines lag daneben. Ebenfalls in der Ausstellung zu betrachten ist ein beeindruckendes Foto des Bernward-Zimmers im heutigen Zustand.

Die Direktorin des Dommuseums Professorin Dr. Claudia Höhl dankt im Rahmen des Pressetermins zum Aufbau der Säule den Sponsoren der Sonderausstellung: dem Hildesheimer Dombauverein, der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine sowie der Niedersächsischen Sparkassenstiftung, mit "deren freundlicher Unterstützung die Ausstellung erst ermöglicht wurde".

Nach diesen Worten wurde dem Aufbauteam samt Kran das Feld überlassen, um die Säule aufzurichten. Die Ausstellung ist zu sehen vom 4. Mai bis zum 5. August.